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Das bin nicht ich, oder:
Nachts im Museum

Um Editorial-Arbeit an Magazine pitchen zu können, habe ich ein Konzept für ein freies Projekt entworfen. Die Idee: Ich wollte Gegenwart mit Historie und uralter Erdgeschichte in einem Bild gegenüberstellen.

Die Bilder sind toll geworden. Aufwendig, dramatisch, genau wie geplant. Und trotzdem saß ich danach zu Hause und dachte nur: Das bin nicht ich.

 

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Es war eine aufwendige Planung. Drei Stunden im Museum, bei jedem Ortswechsel das Equipment vorsichtig durch die Gänge getragen, und am Ende hatte ich diese Bilder: Drama, Extravaganz, Editorial.


Ein anstrengender Tag. Auf dem Rückweg beschwerte sich der Taxifahrer über die Leiter. Zu Hause dann: Bilder sichten, sortieren – und meine eigene, nicht ganz begeisterte Reaktion verstehen.

Was ich verstehen musste: Egal, wie gut alles funktioniert hatte – das bin nicht ich. Nicht weil es schlecht ist, sondern weil es einfach nicht meins ist.

Über eine Woche habe ich gebraucht, um mich damit zu versöhnen. Jetzt kann ich die Bilder zeigen, weil die Befremdung, die die Bilder in mir ausgelöst haben, trotzdem Teil von mir ist.
Ich freue mich, hier die Ausreißer präsentieren zu können. Etwas, das ich nicht bin — und das ich trotzdem erschaffen habe.

Das Konzept habe ich kurzentschlossen umgestellt und die Aufnahmen aus dem Location-Scouting mit den finalen Shooting-Bildern vermischt. Daraus entstand: Nachts im Museum.

Mich würde interessieren: Hattet ihr schon mal so einen Moment? So viel gegeben — und am Ende gemerkt: Das bin nicht ich.

Modell: Rike

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